First blog: worum geht’s?

Die Quelle ist eine Seite für die ganz wenigen, die sich mit der Frage: “Wer bin ich?“ beschäftigen. Tatsächlich gibt es sehr viele Menschen, die sich diese Frage stellen, sie bleiben dann aber ganz zufrieden bei oberflächlichen Antworten stehen. Diese oberflächlichen Antworten funktionieren in der Gesellschaft sehr gut. In der sozialen Positionierung sind Antworten wie: Ich bin ein Mann, ich bin sehr erfolgreich, ich bin Chefarzt, ich bin verheiratet, ich bin reich, ich bin sportlich, ich bin sehr gutaussehend, sehr hilfreich und markieren den Platz in der Gesellschaft. Diese Listen von Antworten gibt es natürlich auch für Frauen, für GewinnerInnen, für VerliererInnen, für Kinder, für Alte, für Reiche, für Arme, für Gesunde,  für Kranke, für AufsteigerInnen, für AbsteigerInnen, für Einheimische, für Fremde, für Gläubige, für Ungläubige, für Gebildete, für Ungebildete, für AkademikerInnen, für HandwerkerInnen, für Selbständige, für Angestellte, für Arbeitslose usw. usf.

Wer sich in diesen unvollständigen und beispielhaften Listen wiederfindet und sich selbst so identifiziert und damit zufrieden ist, sollte hier nicht mehr weiterlesen. Für diese Personen ist dieser Blog nicht geschrieben. Er/Sie ist noch nicht bereit sich mit der Frage: Wer bin ich? ernsthaft auseinanderzusetzen. Für diese im Geist einfachen Menschen sind soziale Selbst- und Fremdzuschreibungen vollkommen ausreichend. Diese Menschen sollen tatsächlich nicht weiterlesen, damit ihr Selbstbild nicht einstürzt und sie in Folge den Zug der Lemminge verlassen müssten, oder was für sie noch schlimmer wäre, im Zug der Lemminge bleiben und jetzt aber verwirrt und unzufrieden mitmarschieren. Es gibt noch eine sehr viel lästigere Variante: Um die Vertiefung der Frage abzuwehren, kämpfen sie dagegen mit allen Mitteln an und erklären den ganzen Prozess der Selbstfindung für irrsinnig und gefährlich.

Nur die LeserInnen, die sich ihres Platzes im Zug der Lemminge schon schmerzlich bewusst geworden sind und mehr oder weniger verzweifelt nach anderen Antworten als die der Lemminge Ausschau halten, sollen sich hier weiter aufhalten. Allen anderen wünsche ich noch eine schöne Party mit den Lemmingen und auf Wiedersehen, wenn es soweit ist.

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Bewusstsein – Achtsamkeit

Bewusstsein hat viele Ebenen. Achtsamkeit nur eine.

Bewusstsein kennt Evolution. Achtsamkeit bleibt sich selbst gleich.

Bewusstsein ist komplex und bezieht sich auf Vorwissen. Achtsamkeit hat keine Vergangenheit, es ist der Anfang, die Quelle des Bewusstseins. Achtsamkeit bleibt immer in dieser Naivität, Bewusstsein entwickelt sich weiter. Achtsamkeit identifiziert sich nicht und nimmt nur wahr. Achtsamkeit weiß nichts über das Wahrgenommene, es erfreut sich daran und genießt die Schönheit. Achtsamkeit bleibt immer in der Ästhetik der Sinne und kennt keine Kritik. Achtsamkeit lebt für immer im Paradies.